Pastoraler Raum Paderborn

Der Pastorale Raum Paderborn wurde am 29.06.2025 errichtet und umfasst ca. 40.000 Katholiken in zehn Pfarreien in der Paderborner Kernstadt und in Dahl. Leiter des Pastoralen Raumes ist Pfarrer Benedikt Fischer.
Ein Pastoraler Raum ist ein Seelsorgeraum der Kooperation und des gemeinsamen Handelns rechtlich selbständig bleibender benachbarter Pfarreien. Die Pfarreien haben ein gemeinsames pastorales Team.
Zum Pastoralen Raum gehören
- die Pfarrei Herz Jesu mit der Kirche Herz Jesu,
- die Pfarrei St. Bonifatius mit den Kirchen St. Bonifatius und St. Stephanus
- die Pfarrei St. Georg mit der Kirche St. Georg,
- die Pfarrei St. Hedwig mit der Kirche St. Hedwig,
- die Pfarrei St. Heinrich mit der Kirche St. Heinrich,
- die Pfarrei St. Julian mit den Kirchen St. Elisabeth, St. Meinolf und St. Kilian,
- die Pfarrei St. Laurentius mit der Kirche St. Laurentius,
- die Pfarrei St. Liborius mit der Busdorfkirche, der Gaukirche und der Marktkirche,
- die Pfarrei St. Margaretha Dahl mit der Kirche St. Margaretha und
- die Pfarrei St. Marien mit der Kirche St. Marien (im Volksmund Maria zur Höhe).
Geschichte: Der Weg zum Pastoralen Raum Paderborn
Pastoralverbund Paderborn Nord-Ost (2004 bis 2015)

Ab 2004 bildeten die drei damals selbstständigen Pfarreien St. Bonifatius, St. Heinrich und St. Stephanus den Pastoralverbund Paderborn Nord-Ost. Erster Leiter des Pastoralverbundes war Pfarrer Erwin Hampel, ihm folgte im November 2007 Pfarrer Thomas Stolz. Bereits im Jahre 2005 fand die erste gemeinsame Fronleichnamsprozession aller drei Gemeinden statt, deren Ziel seitdem zwischen den drei Kirchen wechselt.
Zum 01.01.2013 wurde die Pfarrei St. Stephanus aufgelöst und gehört seitdem als Filialkirche zur Pfarrei St. Bonifatius. Bei den PGR-Wahlen 2013 wurde erstmals ein Gesamtpfarrgemeinderat für die beiden Pfarreien des Pastoralverbundes gewählt.
Am 10.05.2014 wurde das 10-jährige Bestehen mit einem Gottesdienst gefeiert.Unter dem Stichwort „Sie und wir” machten sich die Verantwortlichen im Pastoralverbund Paderborn Nord-Ost auf den Weg, die Situation der Gemeinden (Stand: 2012) zu beschreiben. In einem zweiten Schritt konnten alle Gemeindemitglieder mit einem Fragebogen Rückmeldungen geben und Wünsche äußern. Die Ergebnisse wurden am 23.11.2014 in Stephanus im Rahmen eines Forums vorgestellt.
Pastoralverbund Paderborn West (2004 bis 2015)
Die drei Pfarreien Herz Jesu, St. Georg und St. Laurentius waren ab 2004 zum Pastoralverbund Paderborn West zusammengeschlossen. Zum 01.08.2014 wurde Pfarrer Thomas Stolz Leiter des Pastoralverbundes Paderborn West, er löste damit Pfarrer Josef Schniedermeier ab. Im Pastoralverbund Paderborn West gab es bereits seit den PGR-Wahlen 2009 einen gemeinsamen Gesamtpfarrgemeinderat für die drei Pfarreien.
Pastoralverbund Paderborn Nord-Ost-West (2015 bis 2025)

Ab 01.08.2014 hatte Pfarrer Thomas Stolz die Leitung beider Pastoralverbünde Paderborn Nord-Ost und Paderborn West. Dies war der Startpunkt für die Entwicklung der beiden Pastoralverbünde zu einem gemeinsamen Pastoralverbund, der ca. 22.000 Katholiken umfasst. Seit Herbst 2014 ist das gesamte pastorale Team mit der Seelsorge in beiden Pastoralverbünden beauftragt.
Ab 01.02.2015 präsentieren sich beide Pastoralverbünde gemeinsam auf diesem Webauftritt, einen Monat später auch mit einem gemeinsamen Pfarrbrief. Als weitere Möglichkeit, sich online über das Gemeindeleben zu informieren, wurde am 06.05.2015 die Facebook-Seite der Pastoralverbünde veröffentlicht. Die Öffentlichkeitsarbeit verlagert sich zunehmend auf die Pastoralverbundsebene, so bspw. durch die Flyer mit den Angeboten in Advents- und Fastenzeit oder die Übernahme der Kolumne in der „Paderborn am Sonntag“ durch das pastorale Team.
Im April 2015 besuchte Pfarrer Stolz den Leiterkurs, den das Erzbistum für die Pastoralverbundsleiter der neuen Pastoralen Räume vorsieht. Am 21.05.2015 übergab Dechant Benedikt Fischer das sog. Starterpaket an Pfarrer Stolz. Damit ist der offizielle Startschuss zur Erarbeitung einer Pastoralvereinbarung gegeben worden. Zum 29.11.2015, dem 1. Adventssonntag und damit Beginn des neuen Kirchenjahres, wurde der Pastoralverbund Paderborn Nord-Ost-West (NOW) durch ein Dekret des Erzbischofs offiziell errichtet.

Im Jahr 2016 treffen sich die Steuerungsgruppe für den Pastoralen Prozess sowie der Finanzausschuss mit Vertretungen aller Kirchenvorstände im Pastoralverbund erstmals. Im Mai 2017 bekommt der neue Pastoralverbund ein neues Logo, das die übergangsweise verwendete Kombination der beiden Logos der Vorgänger-Pastoralverbünde ablöst.
Eine Arbeitsgruppe erarbeitet 2017 im Rahmen eines vom Erzbistum geförderten Pilotprojektes ein „Institutionelles Schutzkonzept“ für den Pastoralverbund. Im Juli 2017 können Kinder in den Ferienfreizeiten, den Sakristeien, der Bücherei und der Kinderschola ihre Meinungen und Anregungen im Rahmen einer Fragebogen-Aktion einbringen.
Im Dezember 2017 erschien die erste Ausgabe des Magazins “Paderborn jetzt”, das seitdem zweimal jährlich in Kooperation mit dem Pastoralverbund Paderborn Mitte-Süd herausgegeben wird.
Bei den Pfarrgemeinderatswahlen 2017 wurde erstmals ein Gesamtpfarrgemeinderat (GPGR) für den kompletten Pastoralverbund Paderborn NOW gewählt. Im Rahmen des Pastoralen Prozesses wurde bis 2018 eine Pastoralvereinbarung für den neuen Pastoralverbund erarbeitet, die am 02.10.2021 offiziell übergeben wurde. Eine Infobroschüre des Pfarrgemeinderates informiert die Gemeinden darüber.
Im Rahmen der alle sechs Jahre stattfindenden bischöflichen Visitation ist Weihbischof Berenbrinker 2019 in allen Gemeinden des Pastoralverbundes zu Gast und tritt sich mit den Verantwortlichen aller Gremien und Gruppen.
In den Jahren 2020 bis 2022 stellte die Corona-Pandemie viele Gruppen in unserem Pastoralverbund vor große Herausforderungen. Trotzdem konnte bspw. die Sternsinger-Aktion mit angepasstem Konzept stattfinden.
Der im November 2021 gewählte GPGR verabschiedete auf seiner Klausurtagung ein Konzept mit drei Kernpunkten. Am 02.10.2021 wurde unserem Pastoralvereinbarung die nun offiziell von Erzbischof Becker genehmigte Pastoralvereinbarung übergeben. Im Dezember 2023 gab der GPGR eine Neubürgerbroschüre heraus, die an alle Bewohnerinnen und Bewohner der Neubaugebiete in Paderborn verschickt wird und auch online abrufbar ist.
Zum Pfingstfest am 08.06.2025 übergab Pfarrer Stolz die Leitung des Pastoralverbunds Paderborn NOW an Pfarrer Benedikt Fischer.
Pastoralverbund Paderborn Mitte-Süd (2016 bis 2025)
Die Pfarreien St. Hedwig, St. Julian, St. Marien und St. Margaretha Dahl (aus dem vormaligen Pastoralverbund Paderborn-Süd-Ost-Dahl) sowie die Innenstadtpfarrei St. Liborius schlossen sich zum 01.10.2016 zum Pastoralverbund Paderborn Mitte-Süd zusammen, dessen Leitung Pfarrer Benedikt Fischer übernahm.
Pastoraler Raum Paderborn (seit 2025)
Im Oktober 2023 und im März 2024 gab es erste gemeinsame Klausurtagungen der Pastoralteams der beiden Pastoralverbünde NOW und Mitte-Süd.
Die Hauptamtlichen in den beiden Pastoralteams bauten eine Projektstruktur für die Transformation zum Pastoralen Raum Paderborn auf. In einer Informationsveranstaltung am 30.10.2024 in der Laurentiuskirche gab es erste Informationen zur Entwicklung der kirchlichen Strukturen und des hauptamtlichen Personals im Allgemeinen, des Pastoralen Raumes sowie zu den Teilprojekten.
Zum 01.07.2025 wurde der Pastorale Raum Paderborn durch ein Dekret des Erzbischofs errichtet. Dieser umfasst die zehn Pfarreien St. Bonifatius (mit den Kirchen St. Bonifatius und St. Stephanus), St. Georg, St. Hedwig, St. Heinrich, Herz Jesu, St. Julian (mit den Kirchen St. Elisabeth, St. Kilian und St. Meinolf), St. Laurentius, St. Liborius (mit der Busdorf-, Gau- und Marktkirche), St. Margaretha (Dahl) und Maria zur Höhe.
Bei den Wahlen 2025 wurden ein Rat der Pfarreien für den Pastoralen Raum Paderborn sowie alle Kirchenvorstände neu gewählt. Ende März 2026 löste ein neues gemeinsames Logo die übergangsweise verwendete Kombination der beiden Logos der fusionierten Pastoralverbünde ab.
Ausblick: Seelsorgeraum Paderborn
Wie das Erzbistum Paderborn am 08.04.2025 bekanntgab, werden die Pastoralen Räume bis 2030 in bistumsweit 21 Seelsorgeräumen aufgehen. Somit wird auch der Pastorale Raum Paderborn in einem Seelsorgeraum aufgehen, der das heutige Dekanat Paderborn umfassen wird. Für den Pastoralen Raum Paderborn bedeutet dies konkret: Ab dem 1. Advent 2026 werden wir gemeinsam mit dem Pastoralen Raum Elsen Wewer Borchen, der Pfarrei Hl. Martin Schloß Neuhaus sowie dem Pastoralen Raum an Egge und Lippe einen gemeinsamen Seelsorgeraum bilden.
Langfristig ist vorgesehen, dass ein solcher Seelsorgeraum in der Regel aus einer Pfarrei besteht und von einem Leitungstrio getragen wird, bestehend aus Pfarrer, Pastoraler Koordination und Verwaltungsleitung. Ein Netzwerk aus einem pastoralen Zentrum und verlässlichen Orten in Verbindung mit lokalen Verantwortungsstrukturen soll gewährleisten, dass Kirche auch in Zukunft auf vielfältige Weise präsent bleibt.