Das Sakrament der Ehe

Bedeutung

Über die Bedeutung des Sakraments Ehe in der katholischen Kirche und häufige Fragen informiert katholisch.de. Außerdem werden häufige Fragen beantwortet.

Sehr detailiert stellt das Bistum Eichstätt die Bedeutung der Ehe und die unterschiedlichen Varianten einer Trauung vor. Dort gibt es auch hilfreiche Downloads zur Planung von Gottesdiensten zur Trauung.

Ablauf

Eine katholische Trauung kann innerhalb einer Eucharistiefeier oder im Rahmen eines Wortgottesdienstes erfolgen.

Trauung in einem Wortgottesdienst

Einzug

Die Feier beginnt mit dem festlichen Einzug des Priesters oder Diakons, der Ministranten und des Brautpaares, begleitet von festlichem Orgelspiel. Organisten spielen bei dieser Gelegenheit gern den klassischen Hochzeitsmarsch von Mendelssohn Bartholdy. Natürlich kann das Brautpaar aber auch eigene Wünsche äußern.

Begrüßung

Nach dem Eröffnungslied begrüßt der Priester/Diakon das Brautpaar und die Gemeinde.

Gebet

In einem Gebet bittet der Priester/Diakon Gott um Hilfe und Segen für die Ehe, die die Brautluete schließen wollen.

Wortgottesdienst

Lesungen

Der Wortgottesdienst umfaßt eine oder mehrere Lesungen, die üblicherweise gemeinsam mit dem Brautpaar ausgesucht werden. Der „klassische“ Wortgottesdienst sieht eine Lesung und ein Evangelium vor. Neben biblischen Texten kann aber auch ein anderer geeigneter Text verwendet werden.

Ein sehr passender Text als Lesung ist das „Hohelied der Liebe“ (1 Korinther 13, 1-8):

„Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke. Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte, wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts. Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte, und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe, hätte aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts. Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach. Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit. Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf.“

Sehr schön ist es, wenn die Lesung von einem der Trauzeugen vorgetragen wird. Idealerweise werden die Texte durch Gesang umrahmt.

Predigt

Trauung

Zunächst bittet der Priester/Diakon die Brautleute noch einmal öffentlich ihre Bereitschaft zu einer christlichen Ehe zu bekunden. Dabei werden die Fragen einzeln von der Braut und dem Bräutigam beantwortet. Der Priester/Diakon fragt die Brautleute, ob sie nach reiflicher Überlegung und aus freiem Entschluss bereit sind, den Bund der Ehe zu schließen, ob sie einander lieben und achten und sich gegenseitig die Treue halten – alle Tage ihres Lebens. Ob sie bereit sind, die Kinder anzunehmen, die Gott ihnen schenken will, und sie im Geist Christi und der Kirche zu erziehen, ob sie als christliche Eheleute Mitverantwortung in der Kirche und in der Welt übernehmen wollen. Die Brautleute antworten beide mit Ja. Dann werden die Ringe gesegnet.

Es folgt die eigentliche Vermählung:

Der Bräutigam sagt: „(Vorname), vor Gottes Angesicht nehme ich dich an als meine Frau. Ich verspreche dir die Treue in guten und bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit, bis der Tod uns scheidet. Ich will dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens.“ Mit den folgenden Worten steckt er seiner Braut den Ring an: „Trag diesen Ring als Zeichen unserer Liebe und Treue: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

Die gleichen Worte spricht die Braut und steckt ihrem Mann den Ring an.

Alternativ kann auch der Priester/Diakoin die Worte des Trauritus sprechen, und das Brautpaar bekundet seinen Willen zur Ehe mit dem Jawort. Schöner ist es aber, wenn Braut und Bräutigam selber den Part übernehmen. Denn sie spenden sich das Sakrament ja gegenseitig, ser Priester oder Diakon ist lediglich Trauassistent und Zeuge.

Anschließend fordert der Priester/Diakon das Brautpaar auf: „Reichen Sie nun einander die rechte Hand. Gott, der Herr, hat Sie als Frau und Mann verbunden. Er ist treu. Er wird zu Ihnen stehen und das Gute, das er begonnen hat, vollenden.“

Dann legt er die Stola um die Hände des Brautpaares, legt seine rechte Hand darauf und sagt: „Im Namen Gottes und der Kirche bestätige ich den Ehebund, den Sie geschlossen haben.“

Zum Schluss wendet sich der Priester/Diakon an die Trauzeugen und die Gemeinde: „Sie aber und alle, die zugegen sind, nehme ich zu Zeugen dieses heiligen Bundes. Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.“

Der Trauritus endet mit dem feierlichen Trauungssegen und einem Lied oder Orgelspiel.

Fürbitten

Bei einem Wortgottesdienst werden die Fürbitten und das Vaterunser gebetet.

Es folgen der Segen und der feierliche Auszug des Brautpaares aus der Kirche.