Am Mittwoch, 16. September, findet abends um 19.00 Uhr im Gemeindesaal von St. Georg eine Info-Veranstaltung statt.
Der (verschwundene) Kreuzweg in St. Georg
Antijüdische Spuren in christlicher Kunst und die Suche nach einem verantwortungsvollen Umgang damit.
Das Christentum hatte zum Judentum ein nicht immer unproblematisches Verhältnis, bis hin zum offenen Antijudaismus. (siehe die Karfreitagsfürbitte, die Abbildungen „Judensau“, die Statuen „Synagogae und Ecclesiae“ an Domportalen – und eben auch in Kreuzwegstationen). Der Kreuzweg von St. Georg aus dem Jahr 1946 enthält an einigen Stellen eine antijüdische Bildersprache. Angeregt durch die Aktion https://spuren-sichtbar-machen.de/ wurde vor 5 Jahren der Kreuzweg durch Pastor Thomas Bensmann abgehängt. Zwischenzeitlich war er sogar verschwunden, ist jetzt aber wieder da.
Damian Lazarek (Bildungsreferent der „Hegge“), der sich auf das Thema „antijüdische Darstellungen in Kirchenräumen“ spezialisiert hat (Gemeindemitglied von St. Laurentius) wird an dem Abend einen Kurzvortrag zu dem Thema halten.
Der Künstler Michael Jochinke (der auch den Gedenkort „Tod- und Taufgedenken“ in St. Georg maßgeblich mitgestaltet hatte) wird einen ersten Entwurf/Idee für eine Überarbeitung des alten Kreuzweges vorstellen. In diesem werden wir – eine Projektgruppe in St. Georg – uns mit elementaren Aspekten unseres Glaubens auseinandersetzen. Und selbstverständlich wird die Gemeinde und alle anderen ausdrücklich gebeten und aufgefordert, dem Prozess beizutreten und mitzumachen. Es ist geplant, eine Überarbeitung bzw. Neugestaltung des Kreuzweges zum Katholikentag 2028 fertigzustellen.
