
Trauer und Abschied
In der Trauer nicht allein – getragen von Hoffnung
Abschied nehmen – in Gottes Händen geborgen
Wenn ein Mensch geht, bleiben Liebe und Erinnerung
Der Tod eines geliebten Menschen verändert vieles. Ob plötzlich und unerwartet oder nach langer Krankheit – der Abschied hinterlässt Schmerz, Trauer und oft auch viele Fragen.
In solchen Momenten fehlen manchmal die Worte.
Als Kirche möchten wir Menschen in dieser schweren Zeit begleiten, ihnen zuhören und Raum geben für Trauer, Erinnerung und Hoffnung.
Im christlichen Glauben vertrauen wir darauf, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Wir dürfen unsere Verstorbenen in Gottes Hände legen und darauf hoffen, dass sie bei ihm geborgen sind.
Gemeinsam Abschied nehmen
Die kirchliche Trauerfeier bietet Raum, um innezuhalten, sich zu erinnern, zu beten und gemeinsam Abschied zu nehmen. Im Mittelpunkt stehen das Leben des verstorbenen Menschen,
die Trauer der Angehörigen und die Hoffnung auf die Auferstehung.
Ob in einer Eucharistiefeier, einem Wortgottesdienst oder einer Feier auf dem Friedhof – wir gestalten den Abschied gemeinsam mit Ihnen und begleiten Sie auf diesem Weg.
Begleitung in schweren Stunden
Wenn ein Angehöriger verstorben ist, stehen viele Entscheidungen an. In der Regel ist das Bestattungsunternehmen der erste Ansprechpartner und unterstützt Sie bei den organisatorischen Schritten.
Für die kirchliche Trauerfeier nimmt ein Seelsorger oder eine Seelsorgerin Kontakt mit Ihnen auf.
In einem persönlichen Gespräch ist Zeit für Erinnerungen, Wünsche und alles, was Ihnen für den Abschied wichtig ist.
Sie müssen diesen Weg nicht allein gehen. Wir sind für Sie da.
Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
Mt 5,4

Häufige Fragen
Können wir einen Priester anrufen, wenn jemand stirbt?
Ja gern! Die Telefonnummern finden Sie auf der Seite des Pastoralen Teams oder in den Pfarrnachrichten. Sinnvoll ist es, einen Priester für die Spendung der Krankensalbung zu benachrichtigen, wenn jemand ernsthaft erkrankt ist. Es ist ein Sakrament der Stärkung. Das Sakrament für Sterbende ist eher die Kommunion, die sog. „Wegzehrung“
Und wenn der Angehörige bereits verstorben ist?
Wenn Sie es wünschen, kann auch dann noch ein Beauftragter der Kirchengemeinde kommen und mit Ihnen gemeinsam bei dem Verstorbenen beten und ihn den Händen Gottes anvertrauen. Sakramente werden dann nicht mehr gespendet, sie gelten den Lebenden.
Dafür stehen die Bestatter bereit. Sie klären die Terminfragen, weil es hier auch Absprachen mit der Stadt geben muss.
Die Friedhöfe in der Stadt Paderborn sind in kommunaler Trägerschaft. In Paderborn finden die Beerdigungen der Kernstadtgemeinden immer vormittags statt, auf den Dörfern mit eigenen Friedhöfen am frühen Nachmittag.
Anschließend kontaktiert der Bestatter die Kirchengemeinde, um die Zeiten für die kirchliche Feier abzustimmen.
Wie legen wir den Termin der Beerdigung fest?
Dafür stehen die Bestatter bereit. Sie klären die Terminfragen, weil es hier auch Absprachen mit der Stadt geben muss.
Die Friedhöfe in der Stadt Paderborn sind in kommunaler Trägerschaft. In Paderborn finden die Beerdigungen der Kernstadtgemeinden immer vormittags statt, auf den Dörfern mit eigenen Friedhöfen am frühen Nachmittag.
Anschließend kontaktiert der Bestatter die Kirchengemeinde, um die Zeiten für die kirchliche Feier abzustimmen.
Können wir einen Geistlichen auswählen, der für unsere Beerdigungsfeier zur Verfügung steht?
Es gibt in unserem Pastoralen Raum nicht wenige Wochen, an denen wir täglich eine oder mehrere Beerdigungen haben.
Die Aufteilung auf die zur Verfügung stehenden Priester, Diakone, Gemeindereferenten ist darauf gut abzustimmen, und nicht immer ganz einfach, weil auch diese viele weitere Verpflichtungen haben. Dennoch können Sie gern äußern, wer von diesen etwa in besonderem Kontakt mit dem Verstorbenen stand. Es ist dann sehr sinnvoll, wenn dieser auch die Beerdigungsfeier übernimmt. Das wird aber nicht immer gelingen.
Können persönliche Daten und Ereignisse aus dem Leben des Verstorbenen im Gottesdienst vorkommen?
Die kirchliche Begräbnisfeier ist immer eine Feier, die den jeweiligen Verstorbenen in den Blick nimmt und nicht einfach einen Ritus abspielt. Der Ritus ist wichtig, weil er besonders im Trauerfall eine große Hilfe darstellt. Aber die persönliche Lebensgeschichte des Verstorbenen darf niemals ausgeblendet werden. In einer Messfeier ist der Ort hierfür die Ansprache.
Gibt es auch ein Totengebet in der Kirche?
Wenn Sie es wünschen: Ja! Meist findet dies am Vorabend der Beerdigung in der jeweiligen Kirche statt. Die Vorbereitung und Durchführung wird von Gemeindemitgliedern gestaltet, die vom Pfarrbüro informiert werden, falls Sie nicht selbst den Kontakt suchen wollen. Gern können auch die Angehörigen sich in die Vorbereitung mit einbringen.
Trost und Trauer nach dem Begräbnis
Neuer Alltag
Jeder Verlust eines lieben Menschen verändert unser Leben. Wenn auch aus Ihrem Umfeld jemand verstorben ist, werden Sie diese Erfahrung sicherlich bestätigen. Vielleicht hat sich in Ihrer Realität einige Wochen nach dem Verlust aber ein neuer Alltag eingestellt. Auch wenn es sicherlich immer wieder Momente und Erinnerungen gibt, in denen Sie an die Verstorbenen denken werden.
Gesprächsbedarf
Die Seelsorgerinnen und Seelsorger unseres Pastoralteams sind auch in der Zeit nach der Beerdigung für Sie da. Wenn Sie nochmals mit ihnen sprechen wollen, sind sie gerne erreichbar. Die Kontaktdaten finden Sie hier.
Messintention
Sie können sich auch an unsere Pfarrbüros wenden, wenn in einem Gemeindegottesdienst in unseren Kirchen nochmals an Ihre Verstorbenen gedacht werden soll.
Gebet
Wenn Sie zum Gedenken an Ihre Verstorbenen zum Beispiel einige Wochen nach dem Tod, am Todestag oder einem (runden) Geburtstag zusammenkommen, ist es oftmals hilfreich, miteinander für den Verstorbenen zu beten. Hierzu finden Sie im Gotteslob unter der Nummer 18 hilfreiche Texte und Hinweise.
Zeit für einander
Oft hilft auch Zeit für einander. Erzählen Sie sich reihum was Sie in der Trauer aktuell bewegt. Erzählen Sie sich auch von den guten und schönen Erlebnissen und Dingen, die Sie mit der verstorbenen Person verbinden. Daraus kann ein Gespräch entstehen. Lassen Sie alle zu Wort kommen. Nehmen Sie sich die notwendige Zeit und schließen Sie mit einem Moment der Stille.